Die Coinbase verbindet neue Einheiten und Gebühren
Jeder gültige Block beginnt mit einer besonderen Coinbase-Transaktion. Sie gibt anders als eine normale Transaktion keine ältere UTXO aus, sondern erzeugt einen Output für Miner oder Pool. Ihr Höchstwert besteht aus der vom Protokoll erlaubten Blocksubvention und der Summe der Gebühren der im Block enthaltenen Transaktionen.
Nur die Subvention sind neu ausgegebene Satoshis. Gebühren sind bereits bestehender Wert, den die Inputs gewöhnlicher Transaktionen nicht ihren Outputs zugewiesen haben. Ein Miner darf weniger beanspruchen; zahlt die Coinbase aber mehr als erlaubte Subvention und Gebühren, stuft Bitcoin Core den Block als ungültig ein.
Ein Halving folgt Blöcken, nicht dem Kalender
Die Subvention begann bei 50 BTC je Block. Nach jeweils 210.000 Blöcken wird ihr Satoshi-Betrag ganzzahlig halbiert. Bei einem angestrebten Durchschnitt von zehn Minuten dauert eine Periode ungefähr vier Jahre. Das genaue Datum des nächsten Halvings steht jedoch nicht fest im Kalender, weil Blockzeiten schwanken.
Die Kürzungen laufen weiter, bis die Rundung auf ganze Satoshis null ergibt. BIP 42 beseitigte einen alten technischen Fehler, der nach sehr vielen Verschiebungen in manchen Implementierungen mehrdeutiges Verhalten hätte erzeugen können. Die heutige Regel gibt nach 64 Intervallen ausdrücklich eine Subvention von null zurück.
- 50 BTC waren die anfängliche Subvention, keine dauerhafte Belohnung
- das Halving-Intervall beträgt 210.000 Blöcke
- nach dem Ende der Subvention bleiben Transaktionsgebühren als Einnahme der Miner
21 Millionen sind eine präzise Kurzform mit technischen Details
Die geometrische Summe der geplanten Subventionen ergibt die als 21 Millionen BTC bezeichnete Obergrenze. Weil das Protokoll mit ganzen Satoshis arbeitet und bei jedem Halving den Rest abschneidet, liegt die Summe der tatsächlich erlaubten Subventionen geringfügig unter exakt 21 Millionen. Zudem kann der Output des Genesis-Blocks nicht auf gewöhnliche Weise ausgegeben werden.
Verlorene Schlüssel, freiwillig zerstörte Coins und nicht beanspruchte Belohnungen verringern das verfügbare Angebot weiter, ändern aber die Emissionsgrenze nicht. Eine Kopie des Codes oder ein anderer Zweig fügt den Bitcoins, die der eigene Node akzeptiert, ebenfalls keine Einheiten hinzu; sie bilden eine getrennte Historie oder ein anderes Asset.
Die Regel bleibt fest, solange Teilnehmer an ihr festhalten
Kein Naturgesetz hindert Menschen daran, Software mit einer anderen Emission zu schreiben. Heutige Nodes würden einen solchen Block jedoch ablehnen. Eine Erhöhung der Grenze verlangte, dass Nutzer bewusst inkompatible Regeln annehmen; wer sie ablehnt, könnte im ursprünglichen Netzwerk bleiben. Die Grenze ist somit eine technisch-soziale Verpflichtung, keine außerhalb menschlicher Entscheidungen unveränderliche Zahl.
Eine langfristig offene Frage ist das Sicherheitsbudget bei sinkender Subvention. Das Protokoll setzt auf eine wachsende Bedeutung der Gebühren, doch künftiger Bitcoin-Preis, Nachfrage nach Blockraum und die für Sicherheit nötige Hashrate lassen sich nicht garantieren. Das endliche Angebot macht Emission berechenbar; es garantiert allein weder Preis noch zukünftige Sicherheit.