Eine Zahlungsanweisung ist kein Geheimnis
Eine Empfangsadresse oder Bitcoin-URI kann Adresse, Betrag und Zahlungsbezeichnung enthalten. Sie ist zur Weitergabe an den Zahler bestimmt. Privater Schlüssel, Seed oder Passphrase sind zum Empfangen nicht nötig, und ein legitimer Zahler hat keinen Grund, danach zu fragen.
BIP 321 beschreibt eine Bitcoin-URI, die eine On-Chain-Adresse und weitere Zahlungsanweisungen tragen kann. Ein QR-Code codiert nur Daten; er beweist nicht die Identität des Empfängers. Vor der Bestätigung muss der Zahler daher das tatsächliche Ziel und den Betrag sehen und prüfen.
Neue Adresse für eine neue Zahlung
Eine moderne HD-Wallet kann viele Empfangsadressen ableiten. Eine neue Adresse je On-Chain-Zahlung erleichtert die Zuordnung und begrenzt einfaches Verknüpfen der Historie. Die Wiederverwendung einer gültigen Adresse zerstört die Zahlung technisch nicht, verschlechtert jedoch die Privatsphäre von Empfänger und Sendern.
Die Adresse sollte in der für diesen Zweck vorgesehenen Wallet erzeugt und, wenn möglich, intern beschriftet werden. Eine öffentlich angegebene Spendenadresse schafft einen dauerhaften öffentlichen Punkt, dem jeder sämtliche Eingänge zuordnen kann.
- Zahlungsanweisung in der richtigen Wallet erstellen
- Bitcoin-Mainnet und gewählte Zahlungsebene prüfen
- neue On-Chain-Adresse nutzen und Zahlungszweck speichern
Adresse und Netzwerk prüfen
Eine Zeichenfolge, die etwa mit bc1 beginnt, gehört zu einem SegWit- oder Taproot-Format im Bitcoin-Mainnet, doch das Präfix beweist nicht den Eigentümer. Bei einer Hardware-Wallet ist die Geräteanzeige mit der Adresse in der App zu vergleichen. Das senkt das Risiko, dass ein kompromittierter Computer eine fremde Adresse zeigt.
On-Chain-Adresse und Lightning-Rechnung sind nicht austauschbar, obwohl eine moderne URI mehrere Optionen anbieten kann. Ebenso dürfen Mainnet, Testnet und eine andere Blockchain nicht verwechselt werden. Bei größerem Wert kann eine kleine Testzahlung den Ablauf prüfen, verursacht aber eine weitere Transaktion und Gebühr.
Eine sichtbare Transaktion ist womöglich noch unbestätigt
Eine Wallet kann eine Transaktion sofort nach ihrer Verbreitung im Netz melden. Mit null Bestätigungen liegt sie noch in keinem Block und kann ersetzt, abgelehnt oder lange anhängig bleiben. Die Aufnahme in einen Block bringt die erste Bestätigung; weitere Blöcke erhöhen den Aufwand für eine Änderung dieser Historie.
Es gibt keine universell erforderliche Bestätigungszahl. Sie hängt von Wert, Vertrauen in den Zahler, Rückholbarkeit der Ware und Fähigkeit zur Konfliktprüfung ab. Eine kleine persönliche Zahlung und die unwiderrufliche Übergabe eines teuren Gegenstands müssen daher nicht dieselbe Annahmeregel haben.